Meine erste Pilgerreise auf dem Jakobsweg in Spanien begann mit dem "Camino de aragones" in 1.640 mtr. Höhe auf dem Pyrenäen Pass Somport an der spanisch-französischen Grenze in das Tal des Aragon; durch das Baskenland; Navarra; Rioja; Kastilien und Galicien zum knapp 900 km entfernten Wallfahrtsort "Santiago de Compostela". Und dann noch knapp 120 km bis nach Finisterre am Atlantik, dem "Ende der Welt", wie dies die Menschen im Altertum glaubten.
Seit Jahrhunderten pilgern Menschen aus allen Kontinenten der Erde auf dem Jakobsweg.
Ob aus religiösen, spirituellen oder Lebenssinn suchenden Motiven; jeder der diesen Weg geht, geht ihn allein.
Auf dieser Internetseite wurde erstmals seit bestehen des Jakobsweges von den einzelnen Etappen täglich mit Foto; Sprach- und Videoclip berichtet, um so Interessierten die Möglichkeit zu geben, einen Pilger auf dem Jacobusweg über sechs Wochen zeitnah zu begleiten.
Diese Reise veränderte mein Leben und so machte ich mich 2009 wieder auf den Camino de Santiago. Diesmal konnte ich die Berichte um meine Erfahrungen ergänzen und es freut mich, alle Interessierte wieder teilhaben lassen zu können.
... "1000 Kilometer auf dem 1000-jährigen Weg"
Neben dem oben schon beschriebenen Camino Aragones gibt es noch weitere Jakobswege in Spanien. Auf dem Camino Frances starten die Pilger von Saint-Jean-Pied-de Port aus. Auf dem sehr schönen Camino del Norte pilgern die Anhänger des Heiligen Jakobus einen ruhigen Jacobsweg an der Nordküste Spaniens entlang. Ebenfalls mit dem Ziel Santiago de Compostela pilgern die Menschen auf der alten Römerstraße, der Via de la Plata. Schließlich wandern Pilger auf dem Jakobsweg auch aus Portugal, dem Camino Portugues mit dem Ziel, die Compostela in Santiago zu erhalten.
Aus ganz Europa führen tausende Kilometer Jakobsweg zum Apostelgrab des Heiligen Jakobus. Doch von erfahrenen Jakobusweg - Pilgern hört man immer wieder den Satz:
„Der Jakobsweg beginnt vor der eigenen Haustür"
Jakobsweg Aktuell - Zum Heiligen Jahr 2010
Ich bin dann mal weg - keine Lust auf die Pilger-Polonaise
Das Jahr 2010 ist ein weiteres sogenanntes „Heiliges Jahr". Das Heilige Compostelanische Jahr wird immer dann gefeiert, wenn der 25. Juli, der Namenstag des Heiligen Jakobus, auf einen Sonntag fällt. Das nächste Heilige Jahr wird es erst wieder 2021 geben. Und weil das Heilige Jahr für Pilger auf der ganzen Welt etwas ganz Besonderes ist, kommt es auf der Hauptroute, dem Camino Frances, zu einem ganz neuen Phänomen: die Pilgerpolonaise.
Pilger auf dem Jakobsweg - bis zu 70% mehr Pilger als im Vorjahr
Seitdem Hape Kerkeling mit seinem Buch „Ich bin dann mal weg" Millionen von deutschen Wanderern zum Pilgern animiert hat, steigt die jährliche Pilgerzahl stetig an - jedes Jahr um etwa 10%. In diesem Heiligen Jahr 2010 rechnet man mit einer Steigerung von bis zu 70% gegenüber dem Vorjahr 2009, in dem etwa 150.000 Pilger allein auf dem Camino de Santiago in Spanien, auf dem traditionellen Jakobusweg, unterwegs waren.
Alternativ zur Hauptroute gibt es noch die Möglichkeit, die Nebenrouten, den Camino Via de la Plata oder den Camino del Norte zu pilgern. Hier ist die Infrastruktur zwar nicht so gut, aber dafür kann man auch im Heiligen Jahr den Jakobsweg hören und fühlen.
Jakobsweg Aktuell - Zahlreiche Sehenswürdigkeiten machen „Puente la Reina" zu einem ganz besonderen Erlebnis für Pilger, die sich auf dem spanischen Jakobsweg befinden!
Wer sich entscheidet, auf dem Jakobsweg durch Spanien nach Santiago de Compostela zu pilgern, sollte an dem kleinen Ort Puente la Reina nicht vorbeiziehen. Dieser kleine Ort in Navarra, der nur wenig mehr als zwanzig Kilometer südlich von Pamplona liegt, ist seit dem 12. Jahrhundert ein Pilgerstädtchen, das sich diese Tradition bis heute bewahrt hat. Wer hier mit Muschel und Pilgerstab eintrifft, ist seit jeher willkommen. An der malerischen alten Römerbrücke über den Fluss Arga, der Hauptsehenswürdigkeit und Namenspatronin von Puente la Reina, vereinen sich die beiden wichtigsten Routen des spanischen Jakobsweges. Jedem Pilger ist zu empfehlen, eine der alten Herbergen aufzusuchen, und am Abend noch einen kleinen Spaziergang durch die atmosphärischen Gassen des kleinen 2.500 Einwohner zählenden Ortes zu unternehmen. Auf der Rua Mayor, der düsteren Hauptgasse, an der sich der Ort entlang zieht, lassen sich die mit Pilgeremblemen opulent verzierten Fassaden der alten Wohnhäuser besichtigen. Außerdem überraschen an einem so kleinen Ort die drei architektonisch eindrucksvoll errichteten Pilgerkirchen San Crucifijo, San Pedro und Santiago. San Crucifijo ragt hoch am Eingang der Straße auf - der romanische Templerbau beherbergt ein altes, von deutschen Pilgern zu Fuß nach Puente la Reina getragenes Kruzifix. Die eigentliche Sehenswürdigkeit des alten Pilgerortes machen jedoch das idyllische Ensemble der alten Häuser und die Stimmung am Flussufer aus.