Jakobsweg in Reimen
Jürgen Pflug ist den Jakobsweg in Frankreich und Spanien mehrfach gewandert. Er hat dabei, wie viele Pilger, ein Tagebuch geführt. Die große und einzigartige Ausnahme hierbei ist, dass Herr Pflug mit einem Augenzwinkern seine Erfahrungen in Reimen festgehalten hat. Einen kleinen Auszug aus seinem „Jakobsweg in Reimen“ stelle ich Ihnen hier als Kostprobe zur Verfügung. Viel Spaß und Freude !
In Turnschuhen und mit kaum Gepäck, Wahrscheinlich gibt ´s für die Kanaillen Bist in der Herberg´, kann ´s gewittern, Am frühen Abend, gegen fünf, Wer später kommt, bestraft das Leben Am nächsten Morgen hörst es tropfen, Das schöne Spanien, Land der Sonne, Sankt Jakob, ist das nicht gemein ? Kaum wird die Bitte dir erhört, Wir Menschen sollten dankbar sein, Nie würden wir uns einig werden Für mich war ´s nie ´ne Glaubensfrage, Sie sind in ´n Bergen wohl bequem – Doch leider fällt ´s nicht ins Gewicht, Wenn doch der Weg ein Ende fände Bevor das Zentrum ich erreiche Die Sonne scheint und scheint und scheint,
Dann ändert sich das Bild komplett – Der Tag hat dich nicht hingerafft ,
Eine helle, eine saubere Stadt, Dort konnten sich dann meine Sohlen
Wer mit Blasmusik den Herren preist Erst spielte jede Gruppe vor Bei so viel Hörnern und Trompeten Ein Mann, wie er hier zu sehen ist, Er braucht keinen Saal, sucht kein´ Applaus, In Burgos sind die Nächte laut, Und da man feiert jede Nacht, Von der Siesta einmal abgesehen
In ihrem schönen Gotteshaus Die Frage wird man mir verzeihen : Wer rechnet schon auf Jakobs Wegen Stets unterkühlt, mal nass, mal Sonne – Am nächsten Morgen lag ganz kokett
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