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Besondere Wanderwege rund um den Jakobsweg in Spanien

 

 

Das Kloster San Juan de la Pena auf dem aragonischen Jakobsweg in Spanien

Pilger wissen nicht nur die Ruhe, sondern vor allem auch die lebendige Kultur ihrer spanischen Jakobsweg Pilgerreise zu schätzen. Auf ihrem langen, ereignisreichen und oftmals auch beschwerlichen Wanderweg in Richtung Santiago de Compostela stellt die Wanderroute mehr als ein Mal eine kulturelle Begegnungsstätte dar.

Unser aktueller Tipp für Ihre Pilgerreise auf dem Jakobsweg in Spanien: das Kloster San Juan de la Peña

Das Kloster liegt etwas abseits vom direkten Jakobsweg in Spanien. Dennoch sollten ambitionierte Pilger den „kleinen“ Umweg von 25 Kilometern in kauf nehmen. Eine Besichtigung lohnt sich. Das Kloster wurde auf einer Bergspitze in und um einen Felsvorsprung errichtet. Gegründet wurde das heute noch sehr gut erhaltene, ehemalige Benediktiner Kloster im 9. Jahrhundert. Einer Überlieferung zufolge kamen im Mittelalter zahlreiche Jakobsweg Pilger nach San Juan de la Peña, um den Heiligen Gral zu bewundern, der hier einige Jahrhunderte aufbewahrt worden sein soll. Aus diesem Grund war und ist das Kloster San Juan de la Peña ein wichtiger Punkt auf dem aragonesischen Jakobsweg in Spanien.

 

 

Original Jakobsweg Route nur bei Niedrigwasser begehbar: Ruesta – Tiermas – Kloster Leyre

Von Ruesta nach Tiermas und von dort zum Kloster Leyre – das ist die ursprüngliche Jakobsweg Route. Leider ist sie nur noch bei Niedrigwasser begehbar.

Besondere Sehenswürdigkeiten gibt es auf dem Jakobsweg immer wieder zu sehen. Zwei davon sind die Ruinenstadt Ruesta sowie der Stausee von Yesa (Embalse de Yesa). Beide Sehenswürdigkeiten verbindet eine ebenso tragische wie bewegende geschichtliche Vergangenheit. Der Stausee Embalse de Yesa sollte in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Wasserdepot für sehr trockene Gebiete wie Las Bardenas dienen. Im Jahr 1936 wurde mit dem Bau des Stausees begonnen. Ursprünglich als „dienliche Baumaßnahme“ geplant beraubte der Embalse des Yesa die Bewohnter von Ruesta, Escó und Tiermas ihrer Lebensgrundlage. Mit der Fertigstellung im Jahr 1959 wurde fast die Hälfte des Ackerlandes, beeindruckende 2.400 ha, vom Embalse des Yesa überschwemmt. Damit wurde die heutige Ruine Ruesta schicksalshafte Begegnungsstätte für die Menschen von damals. Die Bewohner waren gezwungen abzuwandern und hinterließen Geisterdörfer wie Ruesta. Der Embalse des Yesa zerstörte aber nicht nur Existenzen, sondern auch die Originalroute des Jakobswegs, die von Ruesta nach Tiermas und von dort zum Koster Leyre führte. Nur noch bei Niedrigwasser (September bis Januar) ist die Original- Jakobsweg-Route noch heute begehbar. (Informationen können Sie auch über die Herberge von Ruesta erfragen.) Das Betreten der Ruinenstadt Ruesta ist wegen Einsturzgefahr verboten.

 

 

Sehenswert und mystisch zugleich: die romanische Kirche Santa Maria de Eunate auf dem spanischen Jakobsweg

Die Santa Maria de Eunate Kirche ist eine ganz besondere Sehenswürdigkeit auf dem spanischem Jakobsweg. Bei Einheimischen ist sie auch als Heiratsort sehr beliebt.

Zahlreiche Sagen, Mythen und Legenden ranken sich um die gesamten Sehenswürdigkeiten des Jakobsweges (auch Jakobusweg genannt). Eine ganz besondere Sehenswürdigkeit auf Ihrem Jakobsweg in Spanien könnte die romanische Kirche Santa Maria de Eunate sein. New Age Anhänger und Esoteriker sehen in der Santa Maria de Eunate einen energiegeladenen Kraftort. Das Kirchenportal der Santa Maria de Eunate gleicht dem einer ganz in der Nähe liegenden anderen Kirche. Für viele Menschen Grund genug, in diesem Umstand das Wirken übernatürlicher Kräfte zu sehen. Vermutlich wurden die beiden Portale schlicht und einfach von ein und demselben Steinmetz angefertigt, was aber nicht belegbar ist. Übernatürlich hin oder her, die Santa Maria de Eunate überzeugt mit ihrem achteckigen Grundriss sowie mit ihrer äußeren fünfeckigen und inneren halbrunden Apsis (Wölbung, Bogen). Der Oktogon (Zentralbau) ist neben zwei Portalen mit einem Arkaden (Bogen) versehen. Die Fenster sind aus Alabaster gefertigt. Sowohl die Kapitelle (Säulen) als auch die Portale begeistern Jakobsweg Pilger immer wieder: Sie sind reich verziert und stellen eine sehenswerte Augenweide dar. An den wulstigen Rippen der Santa Maria de Eunate lassen sich mozarabische Einflüsse ablesen. Die Rippen treffen sich von den Pfeilern ausgehend in der Kuppel und tragen das Gewölbe. Die Kirche Santa Maria Eunate liegt am aragonesischem Zweig des spanischen Jakobswegs in Navarra.

Wo liegt die Kirche Santa Maria de Eunate?

Jakobsweg Pilger, die über die Pyrenäenpässe von Somport (Aragonien) oder von Roncesvalles kommen, finden die Santa Maria Eunate Kirche, wenn sie in Richtung Puente la Reina pilgern. Diese ganz besondere Sehenswürdigkeit befindet sich mitten auf einem freien Feld auf dem spanischem Jakobsweg. Unser Reisetipp: Wenn Sie sich auf dem Jakobsweg befinden, statten Sie der Santa Maria de Eunate unbedingt einen Besuch ab. Nicht umsonst ist sie auch ein beliebter Heiratsort.

 

 

Misterio de Obanos - Freiluft-Theateraufführung der bekanntesten Legende des Jakobsweges

Pilger, die sich auf dem spanischen Jakobsweg befinden, wissen: Der Jakobsweg hat auch kulturell viel zu bieten. Eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, Mythen, Legenden und Zeitzeugen längst vergangener Tage erzählen Gesichten rund um den Jakobsweg. Eine der bekanntesten Legenden ist die tragische Geschichte des adligen Geschwisterpaares Felicia und Guillermo von Aquitanien: Guillermo tötete seine Schwester, weil die nach ihrer Wallfahrt nach Santiago de Compostela nicht nur ihrem irdischen Titel und dem Reichtum entsagte und ins Kloster ging, sondern sich zudem dem Heiratsbefehl ihres Bruders widersetzte. Als Reue pilgerte nun auch Guillermo nach Santiago de Compostela und lebte fortan ebenfalls bekehrt auf einem Berg nahe Obanos in der Ermita de Arnotegui. Die Tragödie „Misterio de Obanos", eine Freiluft-Theateraufführung, wird von rund 800 Bewohnern des Dorfes Obanos inszeniert und lässt die bekannteste Legende des Jakobsweges für Pilger, die sich auf dem Jakobsweg befinden, aufleben.

 

 

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten machen „Puente la Reina“ zu einem ganz besonderen Erlebnis für Pilger, die sich auf dem spanischen Jakobsweg befinden!

Wer sich entscheidet, auf dem Jakobsweg durch Spanien nach Santiago de Compostela zu pilgern, sollte an dem kleinen Ort Puente la Reina nicht vorbeiziehen. Dieser kleine Ort in Navarra, der nur wenig mehr als zwanzig Kilometer südlich von Pamplona liegt, ist seit dem 12. Jahrhundert ein Pilgerstädtchen, das sich diese Tradition bis heute bewahrt hat. Wer hier mit Muschel und Pilgerstab eintrifft, ist seit jeher willkommen. An der malerischen alten Römerbrücke über den Fluss Arga, der Hauptsehenswürdigkeit und Namenspatronin von Puente la Reina, vereinen sich die beiden wichtigsten Routen des spanischen Jakobsweges. Jedem Pilger ist zu empfehlen, eine der alten Herbergen aufzusuchen, und am Abend noch einen kleinen Spaziergang durch die atmosphärischen Gassen des kleinen 2.500 Einwohner zählenden Ortes zu unternehmen. Auf der Rua Mayor, der düsteren Hauptgasse, an der sich der Ort entlang zieht, lassen sich die mit Pilgeremblemen opulent verzierten Fassaden der alten Wohnhäuser besichtigen. Außerdem überraschen an einem so kleinen Ort die drei architektonisch eindrucksvoll errichteten Pilgerkirchen San Crucifijo, San Pedro und Santiago. San Crucifijo ragt hoch am Eingang der Straße auf – der romanische Templerbau beherbergt ein altes, von deutschen Pilgern zu Fuß nach Puente la Reina getragenes Kruzifix. Die eigentliche Sehenswürdigkeit des alten Pilgerortes machen jedoch das idyllische Ensemble der alten Häuser und die Stimmung am Flussufer aus.

 

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