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THEMA: Wilde Hunde auf dem Jakobsweg

Wilde Hunde auf dem Jakobsweg 8 Jahre 4 Monate her #85

In manchen Dokumentationen und Erzählungen zum Jakobsweg in Spanien wird von Rudeln wilder Hunde berichtet, die Pilgern auflauern und sie sogar attackieren. Zum Beispiel berichtet Shirley MacLaine in Ihrem Buch „Der Jakobsweg – Eine spirituelle Reise“ von einem Angriff wilder Hunde, vor denen sie sich in einem verlassenen Dorf in Sicherheit bringen musste - ja, genau, und die Erde ist eine Scheibe.

Diese Sage der zähnefletschenden Hundemeuten auf dem Weg ist, zumindest in den heutigen Tagen, reine Mythologie. Davor braucht kein Pilger Angst zu haben, auch wenn das Thema sogar noch in einigen Reiseführern Erwähnung findet.

Natürlich trifft man Hunde auf dem Weg und die bellen einen einsam daher wandernden Pilger auch mal an, aber das ist dann auch schon alles. Und sollte mal einer der sein Revier behauptenden Gesellen zu nahe kommen, gibt es immer noch den Pilgerstab.

Ich habe auf einer meiner Reisen auf dem Jakobsweg eine junge Frau aus Regensburg kennen gelernt, die große Angst vor den wilden Hunden hatte. Ich sagte ihr, sie solle nicht daran denken und, wenn sie einem Hund begegnen sollte, ihm nicht in die Augen schauen. Als ich sie einige Tage wieder traf, erzählte sie mir, dass ihr tatsächlich in einem verlassenen Ort ein Hund begegnet sei. Es handelte sich um einen weißen dackelgroßen Hund, der sie über fünf Kilometer bis zum nächsten Ort verfolgt, und nicht aus den Augen gelassen hatte.

Fragt sich, wer von den beiden mehr Angst gehabt hat und ob der Hund sich nicht nur eine nette Begleitung bis ins nächste Dorf ausgesucht hatte.
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